31.12.2008
alles muss versteckt sein
ewigkeit im überall die tötet
wunden, die auf der seele brennen
kann man von aussen nicht erkennen
Und es brüllt:
eckstein eckstein alles muss versteckt sein
eckstein eckstein alles muss verdeckt sein
Schweigen weil keiner es wissen will
ein seelenschrei, der mund bleibt still
vergraben und vergessen ganz tief im herz
ein leben gibt’s nur mit diesem sch(m)erz
Und es schreit:
eckstein eckstein alles muss versteckt sein
eckstein eckstein alles muss verdeckt sein
Sterben, unendlicher Friede kommt ins herz
keine qualen...keine wunde...kein sch(m)erz
verbannt ist die seele auf ewig ins innere leben
nur die kraft hilft zu ertragen, nicht zu sterben
Und es ruft:
eckstein eckstein alles muss versteckt sein
eckstein eckstein alles muss verdeckt sein
Der schmerz ist zu ignorieren
aufs leben gilts zu konzentrieren
all-tag end-los der kreis sich schliesst auf immer
es bleibt ein winzigkleinhoffnunsgrüner schimmer
Und es fleht:
eckstein eckstein alles muss versteckt sein
eckstein eckstein alles muss verdeckt sein
Tod, der du bist, öffnest bereitwillig die türen
möchtest rein mich bitten, in deine welt entführen,
doch noch ist gut geschützt ein kleiner funke leben,
der nicht bereit ist, sich dir im jetzt zu (über)geben.
Und es flüstert:
eckstein eckstein alles muss versteckt sein
eckstein eckstein alles muss verdeckt sein
© Cameleon
20.12.2008
Sturmflut

Verbotene Gedanken
hängen in der Luft,
Bilder von früher,
Tage sind es her,
vielleicht auch nur Stunden
oder Minuten,
tränken den Boden,
machen ihn weich wie Sumpf,
heuchlerisch wie Treibsand.
Der Wind fegt die Tränen des Himmels,
das Donnern, Ächzen seines Seins,
die Blitze, Gedanken seiner Vergangenheit,
laut seufzend durch die Welt,
hinein in die schlafenden Zimmer.
Niemand erkennt das Klagen des Himmels.
Mein Gesicht flackert
im sich windenden Feuertropfen
der schwarzen Kerzen.
Blicke fallen in den Spiegel.
Fragen kriechen
kreischend
unter das Fleisch,
dessen weiche Konturen
auf meiner Haut
langsam sichtbar werden.
Gedanken zerreißen,
fliegen schreiend im leeren Raum.
Blitze zucken nervös,
begleitet vom sich nähernden Donner,
grollend, doch zeitlos unverstanden.
Heraufbeschworener Eigenhass
übertaucht den Schmerz im Innern.
Wie in Trance
drehe ich mich im Kreis
und starre hinauf,
auf die herabfallende Decke,
die immer näher kommt.
Im flackernden Licht
blitzt irgendwo Metall auf.
Erlösung,
so sehr ersehnt,
sie ist nah.
Rote Tränen glitzern
auf meiner Haut.
Wind fegt durch die Strassen
bahnt sich,
stumm heulend,
seinen Weg
durch die engen Gassen
der im Schatten der Nacht
schlummernden Vorstadt.
Es ist so wunderschön,
tröstend erleichternd
zu sehen,
wie das Rot beim trocknen
langsam
aber stetig unaufhaltsam
in ein helldunkles Schwarz übergeht.
Das offene Fenster
schlägt gegen die Wand
während der Himmel
ächzend
ein letztes Mal
wimmernd stöhnt
und der Donner
sich langsam entfernt.
Blitze werden ruhiger
bis sie gänzlich aufhören
zu sein.
Langsam graut der Morgen:
Die Sonne drängt sich
verschlafen
vor die Wolken,
die Nacht wurde besiegt,
–
bis zum nächsten Gefecht.
Menschen stehen auf,
haben nichts bemerkt
vom dunklen Kampf
der ewigen Wiederkehr.
Milchig-weißer Tau
benetzt den Wimpernkranz
leerer Augen.
© Cameleon
02.12.2008
30.11.2008
Eigentlich geht es mir gut
Nach aussen wohl normal
Meist mit einem Lächeln
Bin stets Hilfsbereit
Höre andern zu
Aber eher schüchtern
Doch was ist schon dabei?
Schüchtern zu sein
Das ist doch nicht schlimm
Und dann passiert es
Meine Maske fällt
Und mein Gesicht kommt hervor
Dann bin ich still
In mich gekehrt
Habe keine Lust, zum plaudern
Dann habe ich keine Lust
Andern zu helfen
Für andere da zu sein
Wenn meine Maske fällt
Dann lächle ich nicht
Dann geht es mir schlecht
Die Leute erschrecken
Das bist nicht du
Das kann nicht sein!
Dann die ewigen Sprüche:
Das wird wohl nicht so schlimm sein
Schlafe einmal darüber
Kopf hoch, es wird besser
Das geht vorbei
Ist doch bloss eine Phase…
Ich weiss, es ist schwierig zu verstehen
Keiner musste erdulden, was ich durchmache
Ich wünsch es auch keinem
Ich möchte schreien
Wie ist es bei dir?
Kannst du schlafen in der Nacht?
Weisst du, wie es sich anfühlt?
Jeden Abend, dieselbe Angst?
Dass er wieder kommt?
Nein, das kannst du nicht wissen
Ich mach dir keinen Vorwurf deswegen
Und ich ertrage es nicht mehr
Ja, dann setze ich wieder die Maske auf
Nur, damit es euch besser geht
Und unter der Maske?
Da wird es ewig so bleiben…
© Cameleon
23.11.2008
20.11.2008
Reden
Um ausgelacht zu werden?
Oder um stark zu sein?
Sich jemandem anvertrauen
Um Fallengelassen zu werden?
Oder um nicht allein zu sein?
Sich nach aussen öffnen
Um verraten zu werden?
Oder um verstanden zu werden?
-wer schweigt, wird nicht gehört-
-wer schweigt, wird ignoriert-
-wer schweigt, wird nicht gesehen-
-wer schweigt, wird in Ruhe gelassen-
-wer schweigt gibt sich nicht preis-
-wer schweigt, redet stumm-
© Cameleon
16.11.2008
Wunschkind
An dem das Messer
Die Haut berührt
Und sie lange küsst
So entstand eine Narbe
Eine Wunschnarbe
Aus dem Schoss der Haut geboren
Gezeugt durch das Messer
So entstand das Kind
Geliebt und Gehasst
Gewollt und Getreten
Gut versteckt, das Geheimnis
Vergessen der Schmerz
Die Mutter kaum mehr weint
Der Vater kommt, in mancher Nacht
Das Kind weint rote Tränen
Das war der Tag
Als das Messer
Die Haut berührte
Und sie lange küsste
© Cameleon
13.11.2008
30.10.2008
Körper- Seelengedicht
Seele, so zart und klein
Sag, wo liegt deine Pein?
Ist deine Angst auch noch so gross
Bitte rede, sonst wirst du sie nie los
Seele die sich fühlt, so ohne Macht
Sag, was geschah in jener Nacht?
Als er so plötzlich und von hinten kam
Deinen Körper in seinen Besitz nahm?
Seele, beschützen werd ich dich.
Dich im Stich lassen werd ich nich
Ich werd über dir wachen, Tag für Tag
Immer, solang es auch brauchen mag
Es geschah nicht nur in jener Nacht
Als er kam, mit so grosser Macht
Immer wieder und wieder es dann geschah
Die Seele den Körper nur noch von oben sah
Seele, getrennt vom Körper schnell
Fliegt in eine Traumwelt – ganz hell
Befreit von den Ängsten und Sorgen
Keine Gedanken mehr an das Morgen
Seele, ganz zart und klein
Sag, wo liegt deine Pein?
Ist deine Angst auch noch so gross
Bitte rede, sonst wirst du sie nie los
Nein, reden kann ich nich
Was geschieht ist zu fürchterlich
Der einzige richtige Weg das Vergessen ist
Den Schmerz man sonst vom Gesichte liest
So gross ist doch meine Not
Mein Wunsch wäre: Sei doch tot!
In den Wolken könnt ich dann schweben
Und endlich richtig anfangen zu leben
Kleine Seele halte durch, ich bitte dich
Ist der Schmerz auch noch so fürchterlich
Geh weiter, Schritt für Schritt
Gib dem ganzen einen Tritt
Für deinen Überlebenskampf setzt nun an
Keiner, der ihn dir dann nehmen kann
Nimm deinen Mut, gib ihm einen Stich
Und dann geh weg und beschütze dich
Kleine Seele so schwach und zart
Gerade lieber eine Weile noch harrt
Doch bald, das schwör ich dir!
Wird sie zu einem fürchterlichen Tier
Sei gewarnt, du, der sie plagt und peinigt
Von dieser Schuld sie sich für immer reinigt
Ein bisschen Kraft sie noch sammeln muss
Sei dir sicher, dann ist endgültig Schluss!
© Cameleon
23.10.2008
Heal the world
world for our children and our children's children. So that they know
it's a better world for them; and think if they can make it a better
place.
There's a place in your heart
And I know that it is love
And this place could be much
Brighter than tomorrow.
And if you really try
You'll find there's no need to cry
In this place you'll feel
There's no hurt or sorrow.
There are ways to get there
If you care enough for the living
Make a little space, make a better place.
Heal the world
Make it a better place
For you and for me and the entire human race
There are people dying
If you care enough for the living
Make a better place for
You and for me.
If you want to know why
There's a love that cannot lie
Love is strong
It only cares for joyful giving.
If we try we shall see
In this bliss we cannot feel
Fear or dread
We stop existing and start living
Then it feels that always
Love's enough for us growing
Make a better world, make a better world.
Heal the world
Make it a better place
For you and for me and the entire human race.
There are people dying
If you care enough for the living
Make a better place for
You and for me.
And the dream we would conceived in
Will reveal a joyful face
And the world we once believed in
Will shine again in grace
Then why do we keep strangling life
Wound this earth, crucify it's soul
Though it's plain to see, this world is heavenly
Be God's glow.
We could fly so high
Let our spirits never die
In my heart I feel
You are all my brothers
Create a world with no fear
Together we'll cry happy tears
See the nations turn
Their swords into plowshares
We could really get there
If you cared enough for the living
Make a little space to make a better place.
Heal the world
Make it a better place
For you and for me and the entire human race
There are people dying
If you care enough for the living
Make a better place for
You and for me.
There are people dying if you care enough for the living
Make a better place for you and for me.
There are people dying if you care enough for the living
Make a better place for you and for me.
Fotos © Cameleon
07.10.2008
vers le sud
viens, on va partir faire un tour
je t'emmène vers le sud
pour s'aimer, pour s'aimer toujours
laisse tomber ce monde absurde
viens, on va partir faire un tour
je t'emmène vers le sud
pour s'aimer, pour s'aimer toujours
j'ai de la peine à comprendre
tes paroles vides de sens
tu ne veux plus rien entendre
tes yeux sont pleins de silence
mais secoue-toi, brise ces chaines
échappe-toi de ta prison
si tu veux que je te prenne
avec moi sous d'autres horizons
laisse tomber ce monde absurde
viens, on va partir faire un tour
je t'emmène vers le sud
pour s'aimer, pour s'aimer toujours
laisse tomber ce monde absurde
viens, on va partir faire un tour
je t'emmène vers le sud
pour s'aimer, pour s'aimer toujours
j'aimerais tellement tellement te voire
sortir enfin de ta douleur
hurler fort ton désespoir
au lieu de broyer du noir
allons viens il est temps
l'amour est là qui attend
pour nous deux c'est le moment
de prendre un peu de temps
si le coeur t'en dit
si le coeur t'en dit
le coeur t'en dit
laisse tomber ce monde absurde
viens, on va partir faire un tour
je t'emmène vers le sud
pour s'aimer, pour s'aimer toujours
laisse tomber ce monde absurde
viens, on va partir faire un tour
je t'emmène vers le sud
pour s'aimer, pour s'aimer toujours
ne pense plus aux lendemains
aux petits soucis quotidiens
laisse-toi prendre par la main
tu as besoin de nous
tu as besoin de moi
j'ai besoin de toi
pour partir d'ici une bonne fois
laisse tomber ce monde absurde
viens, on va partir faire un tour
je t'emmène vers le sud
pour s'aimer, pour s'aimer toujours
laisse tomber ce monde absurde
viens, on va partir faire un tour
je t'emmène vers le sud
pour s'aimer, pour s'aimer
pour s'aimer pour s'aimer toujours
pour s'aimer pour s'aimer toujours
by Gustav
05.10.2008
Ruhe... Totenstille?!?
Ich geh durch die Strassen wie im Traum,
Wie Schatten huschen die Menschen hin,
Ich selber ein Schatten dazwischen bin.
Und im Herzen tiefe Müdigkeit,
Alles mahnt mich, nun ist es Zeit.
Ruhe breitet sich aus, in meiner Ader
Lagsam schwebend, wie eine Feder
Leicht ist das Herz, gross das Verlangen
Endlich Erlösung, bereit, zu empfangen
er ist getan, der erste Schritt Richtung Ewigkeit
kein Zurück, auf dem Weg in die Unendlichkeit
© Cameleon
25.09.2008
Gedankenstrudel 2
Was ist, wenn ich nicht mehr kann?
Ich keine Kraft mehr habe?
Gibt es jemand, der mich Pflegt?
Was ist, wenn ich falle?
Und nicht mehr aufstehen kann?
Gibt es jemand, der mir hilft?
Was ist, wenn ich nicht mehr weiterweiss?
Keinen Weg mehr vor mir seh?
Gibt es jemand, der mir Richtungen zeigt?
NEIN!
Weitermachen musst du immer!
Helfen kannst nur du dir selbst!
Wer will DIR schon helfen?
Lerne, selbst damit umzugehen!!!
Vertrauen kannst du niemandem!
Nur du! Du allein! Vergiss die anderen!
Oder gib auf!!!
© Cameleon
24.09.2008
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH
Lassen Sie mich doch einfach in Ruhe!!! OK!?!?
Wenn sie schon verlangen, dass wir so ne scheissarbeit machen müssen! dann lassen sie mich das gefälligst doch so machen, wie ICH will. ICH!!! es ist meine Maske!! Wenn sie schon auf so eine bescheuerte Idee kommen, wir sollten mit so scheiss Ton arbeiten, dann, bitteschön, lassen sie mich das so machen, wie ICH will!!!
OK!?! Auch wenn sie keine Freude an meiner Idee haben. Auch wenn ich was "lustiges" oder "kreatives" machen sollte! Verdammt, lassen sie mich und kritisiesen Sie mich nicht ständig.
Und vor allem: Könnten sie nicht mal ihre scheiss Fresse halten?!? Könnten sie sich auch vorstellen, dass wir es nach dem 3. Mal kapiert haben?
Und S.
Ja, verdammt, ich weiss, dass ich abgenommen habe. Sehr sogar! Dann lass mich doch oder gib mir konstrukive Tipps. Kannst du dir vorstellen, wie scheisse es ist, zu hören "Also ich finde, du bist viel zu dünn!!". Ja, das weiss ich! Ich hab dir den Grund gesagt. Und ja, du hast wohl gedacht, es sei ein Witz?!?!? NEIN!!!!
P:
Lass mich in Ruhe!!!!! Schreib mir keine SMS mehr! Schreib mir keine Karten mehr! Nie mehr! Hörst du? Kapierst du nicht, idass ch dir nicht zurückschreibe?!? Mich interessiert dein Leben nicht! Mich interessiert nicht, dass du die ganze Zeit in den Ferien bist! Mich interessieren deine Jobwechsel nicht!!!! (Kannst du eigentlich auch in einem Betrieb länger als ein Jahr bleiben?!?!?)
LASS MICH IN RUHE!!!
Achso, noch an den Mathematiklehrer:
Für wen halten sie sich eigentlich? Für wen halten sie mich?!? Ich übernehme ganz sicher nicht ihre scheiss Stunde! Die können sie ruhig gaaaanz alleine machen. Darüber reden können wir, wenn sie mich dafür bezahlen!!!!!
Heute bin ich wütend!
Und, verdammt, lasst mich einfach ALLE in Ruhe!
23.09.2008
Tango
Welch wunderschöne Melodie
Ich tanz mit dir
Hand in Hand
Werd von dir geführt
Ganz sanft bestimmt
Langsam, zur ewigen Ruh
Friede kehrt in mein Herz
Es wird still... für immer
© Cameleon
21.09.2008
Le sourir
© Cameleon
Un sourire ne coute rien et produit beaucoup,
Il enrichit ceux qui le recoivent
Sans appauvrir ceux qui le donnent.
Il ne dure qu'un instant
Mais son souvenir est parfois eternel.
Personne n'est assez riche pour s'en passer,
Personne n'est assez pauvre pour ne pas le mériter
Il crée le bonheur au foyer, soutient les affaires,
Il est le signe sensible de l'amitié.
Un sourire donne du repos a l'etre fatigué,
Rend du courage aux plus découragés
Il ne peut s'acheter, se preter, ni se voler
Car c'est une chose qui n'a pas de valeur
Qu'a partir du moment ou elle se donne.
Et si quelquefois, vous rencontrez une personne
Qui ne sait plus avoir le sourire,
Soyez généreux, donnez-lui le votre
Car nul n'a besoin d'un sourire
Que celui qui ne peut en donner aux autres…….
20.09.2008
Andere Meinungen sind nicht wichtig... Oder?!?
Andere Meinungen sind nicht wichtig
Geh immer deinen eigenen Weg
Es gibt wohl noch zig andere Sprüche, die besagen, man solle nur auf sich hören, nur das tun, was für einem selbst richtig ist. Ich frage mich, ob das wirklich stimmt? Kann es sein, dass jemand immer nur auf sich hören kann? Auf sich selbst hören soll? Und mit dem Gedanken durch die Welt geht, "andere Meinungen sind nicht wichtig, ich gehe meinen eigenen Weg". Oder auch "Ich bin nicht angewiesen darauf, was andere denken, was andere zu mir sagen würden". Doch ist das wirklich schlau? Kann ein Mensch wirklich nur auf sich selbst hören?
"Man soll nicht auf das Lob von anderen angewiesen sein". Dieser Satz geht in die ähnliche Richtung. Bei diesen Gedanken kommt die Meinung zum Vorschein, alles allein schaffen zu sollen. Man ist nicht auf die Meinung oder das Lob angewiesen, auch nicht darauf, dass jemand einem auf einen Schwachpunkt hinweist. Jeder ist eigenständig und geht den Weg, den er für richtig hält. Blendet die anderen aus.
Vielleicht braucht es aber genau auch die Meinung der anderen. Vielleicht braucht es manchmal genau auch jemanden, der einem Mut macht, wenn man nicht weiter weiss. Jemand, der an einem glaubt, wenn man selbst den Glauben an sich aufgegeben hat. Oder jemand, der einem Ratschläge gibt, der bereit ist, ein Stück des Lebens eines anderen Menschen zu begleiten.
Jemand, der einem auch Ratschläge gibt, der aber auch sein lässt, so wie jemand ist.
Seinen eigenen Weg zu gehen, bedeutet für mich, zu sehen, was andere zu sagen haben. Nicht auf die Meinung von anderen angewiesen zu sein, aber dankbar zu sein, welche zu bekommen. Sie einwirken zu lassen, darüber nachdenken und dann für sich selbst entscheiden, ob es passt. Richtungen aufzeigen zu lassen, zuzulassen, wenn es jemand ernst meint. Und trotzdem am Schluss selbst entscheiden, welchen Weg man gehen möchte. Aber nicht allein, vielleicht in Begleitung, vielleicht von Nah, vielleicht von fern.
Der Mensch ist kein Einzelgänger. Das war er noch nie, wird er auch nie sein. Warum nicht einfach das Geschenk annehmen, Ratschläge akzeptieren, tröstende Worte aufnehmen, aber auch Kritik?
Ein Freund ist jemand, der die Melodie deines Herzens kennt und sie dir vorsingt, wenn du sie vergessen hast.
© Cameleon
19.09.2008
Hüte und Schirme

(das Foto ist nicht sooo gut, vielleicht mach ich noch ein besseres...)
Über Schirme und Hüte kann ich dir eine Menge erzählen…
Irgendwie sind sie ein ziemlich ähnliches Symbol...
Ein Schirm/Hut ist:
Schutz von aussen
Abgrenzung von der Welt
Steht für einen gewissen (gesellschaftlichen) Status
-die "Damen mit dem Schirm, um ja nicht zu viel Sonne zu bekommen
und ihre weisse Haut zu schädigen
-die Hüte mit den Federn, sündhaft teuer, von reichen Ladys gern getragen
Auch im Alltäglichen kommt das Wort "Schirm" ziemlich treffend vor, wenn man darüber nachdenkt. Zum Beispiel das Wort "Schirmherr". Das gibts in der Schweiz so nicht, hier sagt man eher Patron. Ein Schirmherr ist jemand, der eigentlich eine hohe, angesehene Persönlichkeit ist (das Symbol des Schirms als gesellschaftlichen Status) und seinen Namen „hergibt“, aber gleichzeitig nutzen beide davon, wie z.B. bei Sponsoren. Dabei breiten sie schützend den Schirm über die Veranstaltung...
Alltäglich gesehen, die Metapher „Schirm“ also Schutz, Abgrenzung: Jeder braucht Abgrenzung. Jeder kann nur seine Last tragen. Er kann einen Weg mit jemand anderem gehen, doch gehen muss jeder für sich allein. Der Weg mag interessanter, abwechslungsreicher, schöner sein, wenn man ihn nicht allein gehen muss. Aber dabei braucht man auch den Schirm, um sich abzugrenzen, um bei sich zu sein, sich nicht zu vergessen…
Er hilft, das Leid des anderen zu sehen, evt. zu trösten, aber es nicht zu seinem eigenen zu machen.
Er nervt, weil man ihn rumtragen muss. Weil er zeigt, dass man nicht immer und alles kann. Weil er zeigt, wo die Grenzen sind. Weil er zeigt, dass man doch sich selbst ist und auch bei sich schauen soll...
Und ja, dasselbe gilt für den Hut...
© Cameleon
17.09.2008
Gedankenstrudel

Alle Gedanken die aufeinanderkommen
Schon längst vom Weg abgekommen
Der Kopf, so leer, weggefegt, leergeräumt
Das schöne Leben ist ja nur geträumt
Ein Kind, im Bett liegend, gerade aufgewacht
Sie hatte wieder einer der Träume in dieser Nacht
Fragt sich, was normal ist, ist sie normal?
Dass sie kommen, ab und zu, manchmal
Das Kind, längst kein Kleinkind mehr
Gedanken wandern hin und wandern her
Lenkt sich ab, Zahlen in ihrem Kopf
Kreisen umher, wie in einem Topf
Manchmal hat sie genug, will resignieren
Hat keine Lust mehr, will nichts mehr probieren
Sie hat das Gefühl, alles will sie überfahren
Hoffte, es wird einfacher, mit den Jahren
Die Jahre vergehen, die Träume verschwinden
Sie weiss nicht wohin, kann sich nicht überwinden
Denn besser wird es nicht, der Selbsthass ist gross
Er ist in ihr, der Hass, riesig und fett, wie ein Kloss
Sie will nicht mehr sein, weiss nicht mehr wohin
Und fragt sich mehr und mehr nach dem Sinn?
Fühlt sich wertlos, überflüssig und dumm
Doch reden tut sie nicht, bleibt lieber stumm
Ist das normal, einmal mehr, dieselbe Frage
So ist es nun mal, an manchen dieser Tage
Solche Gedanken hat man ganz sicher nicht
So muss es sein, und darum macht sie dicht
Fragt sich, wie es ist, ein Messer im Herz zu spüren
Oder wie es ist, sich heut die Kehle zuzuschnüren
Träumt davon, einfach nicht mehr aufzuwachen
Und noch von tausend ähnlichen Sachen
Doch kann sie die Welt nicht verstehen
Kein Grund, sich (so) schlecht zu fühlen
Sie hat doch ein schönes Leben
Und doch der Wunsch in ihr zu sterben
So lebt sie in dieser Welt, wo sie hineingeboren
Manchmal fühlt sie sich darin immer mehr verloren
Auf dieser Welt, die sich ohne sie weiterdreht
Merkt sie nicht was ist, woher der Wind weht
Und so kommt es, dass sie immer weiter macht
Es gibt auch Tage, an denen sie von Herzen lacht
An denen sie die Sonne auf ihrer Haut deutlich spürt
Dann weiss sie, woher die Lebenskraft noch rührt
© Cameleon
14.09.2008
Stark
Ich bin seit Wochen unterwegs
und trinke zu viel Bier und Wein
meine Wohnung ist verödet
meinen Spiegel schlag ich kurz und klein
ich bin nicht der, der ich sein will
und will nicht sein, wer ich bin
mein Leben ist das Chaos
schau mal genauer hin
ich bin tierisch eifersüchtig und ungerecht zu Frau´n
und wenn es ernst wird, bin ich noch immer abgehauen
ich frage gerade dich, macht das alles einen Sinn
mein Leben ist ein Chaos
schau mal genauer hin
Und du glaubst, ich bin stark und ich kenn den Weg
du bildest dir ein, ich weiß wie alles geht
du denkst ich hab alles im Griff
und kontrollier was geschieht
aber ich steh nur hier oben und sing mein Lied
ich bin dauernd auf der Suche
und weiß nicht mehr wonach
ich zieh nächtelang durch Bars, immer der,
der am lautesten lacht
niemand sieht mir an wie verwirrt ich wirklich bin
es ist alles nur Fassade schau mal genauer hin
Und du glaubst, ich bin stark und ich kenn den Weg
du bildest dir ein, ich weiß wie alles geht
du denkst ich hab alles im Griff
und kontrollier was geschieht
aber ich steh nur hier oben und sing mein Lied
ich steh nur hier oben und sing mein Lied
stell dich mit mir in die Sonne
oder geh mit mir ein kleines Stück
ich zeig dir meine Wahrheit für einen Augenblick
ich frage mich genau wie du, wo ist hier der Sinn
mein Leben ist ein Chaos
schau mal genauer hin
Und du glaubst, ich bin stark und ich kenn den Weg
du bildest dir ein, ich weiß wie alles geht
du denkst ich hab alles im Griff
und kontrollier was geschieht
aber ich steh nur hier oben und sing mein Lied
ich steh nur hier oben und sing mein Lied
Und ich? Wie bin ich? Wie wirke ich?
Manchmal fühle ich mich genau wie in dem Lied. Ich bin stark, ich weiss, was ich will, ich weiss, wie alles geht.
Nein, das ist aber nicht so!
Auch ich weiss nicht immer, wie alles geht. Auch ich kenn den Weg manchmal einfach nicht mehr. Manchmal muss ich mich auf die Suche machen, muss meinen Weg finden, muss schaun, wo ich hin will, was ich überhaupt will.
Doch ist es nicht gerade der Mut, sich auf diese Suche zu machen, sich auf dieses Abenteuer einzulassen, das Zeichen, Stark zu sein? Viel mehr, als den Weg zu wissen, als immer zu wissen, was man will oder wie alles geht?
Für mich schon. Daher... Vielleicht stimmt es, auch wenn ich nicht alles weiss, ich bin stark, oder zumindest nicht schwach =)
Stacheln^^
Gefundenes
13.09.2008
Einzigartikeit
"Ich bin einzigartig".
Jeder Mensch ist Einzigartig. Ja, das stimmt wohl. Und ist wahrscheinlich auch gut, dass es mich, so wie es mich gibt, auch nur einmal gibt. Weiss nicht, ob die Welt noch so jemanden wie mich ertragen würde? Aber, und das würde ich doch auch sehr gerne sagen, ist es auch gut so, dass es mich wenigstens genau einmal gibt. Denn ich hoffe doch sehr, dass ich nicht einfach umsonst hier bin.
Ich bin einzigartig, ja! Doch was macht mich einzigartig?
Ist es die Art, wie ich esse? Oder die Art, wie ich mich anziehe? Vielleicht ist es auch die Art, mich zu bewegen. Oder mein (manchmal ein bisschen komischer^^) Mischdialekt?
Ich behaupte, es ist die Kombination aus allem. Es ist die Art, wie ich mich bewege UND es ist de Art, wie ich mich anziehe. Es ist auch die Art, wie ich mit Menschen umgehe, wie ich mit ihnen Rede, wie ich versuche, immer wieder versuche, meine Mitmenschen zu verstehen. Es sind meine Stärken. Ich bin stark darin, anderen zuzuhören, andere in ihren Problemen ernst zu nehmen. Ich kann gut anderen helfen. Ich kann gut kochen (solange es nicht Kochen nach Kochbuch ist^^). Ich bin gut in Mathematik, habe allgemein keine grossen Mühen in der Schule. Ich liebe "meine" Flöhe und habe zu jedem einzelnen eine absolut gute Beziehung.
Aber, zu mir gehören auch Schwächen. Oh ja, und die sind genauso wichtig wie meine Stärken. Weil auch sie machen einen Teil meiner Persönlichkeit aus!
Ich bin sehr chaotisch. Ja, aufräumen ist nicht mein Ding.
Ich bin immer eher knapp dran, tendenziell eher zu spät. Pünktlichkeit ist nicht mein Ding. Wie oft renne ich doch auf den Zug, wie oft gehe ich doch noch in letzter Sekunde mit dem Fahrrad/Motorrad, da der Bus schon abgefahren ist.
Ich bin manchmal ungeduldig. Ich kann nicht auf den Bus warten, nein, wenn ich warten muss, dann gehe ich lieber eine/zwei/drei Haltestellen zu Fuss.
Und, wenn ich einsam bin, weiss ich nichts, mit mir anzufangen. Ja, das sind so ein paar Eigenschaften von mir.
Und keiner kann behaupten, er habe genau diesselben, in genau der Ausprägung, wie ich sie habe.
Zudem. Wer hat schon einen Cowboyhut? Und färbt sich die Haare (nach Lust und Laune) rot? Wer läuft schon im Winter aus Faulheit manchmal im T-shirt rum? Wer hat solche (eher) langen Finger wie ich? Wer hat diese Augenfarbe, so ein Gemisch, aus braun, ein bisschen, ganz wenig grün? "Rehäuglein"?
Ja, das kann wohl niemand von sich behaupten. Und deshalb kann ich ganz klar von mir sagen: Ich bin Einzigartig und das ist gut so!
Bitte, nehmt mich an, mit meinen Stärken, aber auch mit meinen Schwächen. Lasst mich so sein, weil genauso bin ich. Und will ich etwas verändern, so ist das MEINE Entscheidung. Denn ich muss schliesslich die meiste Zeit mit mir verbringen, so würde ich doch ganz gerne selbst entscheiden, wohin ich will, was ich will, wie ich sein will.
© Cameleon
Und wenn ich heute untergeh?
In einem See
Aus ungeweinten Tränen?
Wenn ich heute verbrenne
In einem Feuer
Das niemals erlischt?
Wenn ich heute ersticke
In diesem Raum
Weil ich keine Luft mehr habe
Wenn ich heute verblute
Durch die Taten
Die in meine Seele schneiden?
Wenn mein Herz nicht mehr weiter schlägt
Aus Angst
Was noch alles kommt?
Wenn ich überfahren werde
Von dir
Und dem, was du von mir willst?
Wenn ich heute stürze
Ins Unendliche
Weil ich nicht mehr weiss, wohin?
Was ist dann?
Wird jemand etwas bemerken?
Wohl kaum…
© Cameleon
11.09.2008
10.09.2008
09.09.2008
Von Wichtigkeit

Ein Philosophieprofessor stand vor seinen Studenten und hatte ein paar Dinge vor sich liegen. Als der Unterricht begann, nahm er ein großes leeres Mayonnaiseglas und füllte es bis zum Rand mit großen Steinen. Anschließend fragte er seine Studenten, ob das Glas denn voll sei.
Die Studenten stimmten zu.
Der Professor nahm eine Schachtel mit Kieselsteinen, schüttete sie in das Glas und schüttelte es leicht. Die Kieselsteine rollten natürlich in die Zwischenräume der größeren Steine. Dann fragte er seine Studenten, ob das Glas jetzt voll sei. Sie stimmten wieder zu und lachten.
Jetzt nahm der Professor eine Schachtel mit Sand und schüttete diesen in
das Glas. Natürlich füllte nun der Sand die letzten Zwischenräume im Glas
aus!
"Nun", sagte der Professor zu seinen Studenten, "ich möchte, dass Sie
erkennen, dass dieses Glas wie Ihr Leben ist! Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben: Ihre Familie, Ihr Partner , Ihre Gesundheit, Ihre Kinder oder auch Ihr Haustier. Dinge, die, wenn alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben, Ihr Leben immer noch erfüllen würden.
Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge wie z.B. Ihr Auto.
Materielle Dinge eben. Der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im
Leben, die oft völlig unwichtig sind.
Wenn Sie den Sand zuerst in das Glas füllen, bleibt kein Raum mehr für die großen Steine und einige Kieselsteine. So ist es auch in Ihrem Leben: Wenn Sie all Ihre Energie für die kleinen Dinge des Lebens aufwenden haben Sie für die großen keine mehr!
Achten Sie daher auf die wichtigen Dinge, nehmen Sie sich Zeit für Ihren Partner und Ihre Kinder, achten Sie auch auf Ihre Gesundheit. Es wird noch genug Zeit bleiben für Arbeit, Haushalt, Partys usw.
Achten Sie zuerst auf die großen Steine - sie sind es, die wirklich zählen.
Der Rest ist nur Sand!"
(gefunden in "Aktuelles aus der Reg.v.Unterfranken",11/2001)
08.09.2008
Von Augen und dem Herz

On ne voit bien qu'avec le coeur. L'essentiel est invisible pour les yeux
Doch, was ist wichtig im Leben? Was ist das Wichtige/Grundlegende? Was ist das Richtige? Gibt es das überhaupt, DAS Richtige. Ist es nicht viel mehr so, dass jeder Mensch selbst definieren muss, was wichtig ist, was für ihn das Grundlegende ist?
Sich auf die Suche machen. In sich genau hineinhorchen. Die Welt betrachten, seine Umwelt, es ist ein Zusammenspiel aus seiner eigenen, inneren Welt und der Welt da draussen. Um mit dem Herzen zu sehen, muss man mit sich selbst im Reinen sein. Denn nur so kann man wirklich und gut auf die anderen schauen, die anderen wirklich in ihrem Sein wahrnehmen. Aber wie lernt man, mit sich selbst im Reinen zu sein? Dafür muss man schauen, wie es die anderen machen. Schauen, wie sie leben, wie sie damit umgehen, das wichtige/richtige, das "persönlich" richtige und wichtige hinauspicken und auf sich anwenden. Ja, so gesehen, braucht es beides. Sich und die anderen. Ein Wechselspiel. So wie vieles.
Es ist eine Reise. Vielleicht eine Reise auf einem Seil? Nein, das denke ich nicht. Es ist eine Gradwanderung, irgendwie. Und doch kann man immer selbst bestimmen, selbst heraussuchen, wo man gerade sein möchte, was man gerade machen möchte. Ob man gerade eher dazu bereit ist, auf sich zu schauen oder ob jetzt die Welt dran ist. Manchmal braucht es auch Pausen. Manchmal vielleicht beides.
Es ist jeder Weg richtig. Aber nicht für jeden. Jeder sollte seinen Weg gehen, denn er schaut mit seinen Augen, hört mit seinen Ohren, nimmt mit seinen Sinnen wahr. Entwickelt sich, lernt, geht ständig vorwärts, bildet seine Welt, sein Universum, sein Verstehen immer wieder neu.
Ja, was ist nun wichtig? Mit was sieht man nun am besten? Sicher nicht, indem wir die Welt einfach nur sehen, sondern indem wir sie verstehen versuchen.
© Cameleon
04.09.2008
Zu viel verlangt?
Ich wünsche mir jemanden, der für mich da ist, wenn ich es brauche, wo ich mich aber auch nicht gezwungen fühle, diese Hilfe/Unterstützung anzunehmen.
Ich wünsche mir jemanden, bei dem ich nicht immer alles wissen muss!
Ich wünsche mir jemanden, der mich mag, auch wenn ich einmal sage, ich mag nicht mehr.
Ich wünsche mir die Freiheit, mich selbst sein zu können, zu dürfen.
Ich wünsche mir jemand, der mit mir befreundet ist, weil er es sein will. Und ehrlich sagt, wenn es nicht mehr geht. Wenn er meine Wünsche, vielleicht auch Forderungen, nicht einhalten kann…
© Cameleon
03.09.2008
Für mich
"Mit dem Herzen zu schauen ist eine Fähigkeit, die man bekommt,
wenn man sich traut, sich selbst aufrichtig zu begegnen
und mit der Welt in Beziehung zu treten:
Willst Du Dich selbst erkennen, sieh zu - wie die anderen es treiben.
Willst du die anderen verstehen - blick in Dein eigenes Herz!"
Das Leben ist ein Seiltanz
Wer weiss, vielleicht schaffe ich es einmal, aus dem Seil einen Schwebebalken zu machen?
© Cameleon
31.08.2008
Ich gehör nur mir
Ich will nicht bescheiden, beliebt und betrogen sein.
Ich bin nicht das Eigentum von Dir, denn ich gehör' nur mir.
Ich möchte von Draht sein, herab seh'n auf diese Welt.
Ich möchte auf's Eis gehn und selbst seh'n wie lang's mich hält.
Was geht es Dich an was ich riskier'? Denn ich gehör nur mir.
Willst Du mich belehren, dann zwingst Du mich bloß,
zu fliehn vor der lästigen Pflicht.
Willst Du mich bekehren, dann reiß ich mich los,
und flieg' wie ein Vogel ins Licht.
Und will ich die Sterne, dann finde ich selbst dort hin.
Ich wachse und lerne, und bleibe doch wie ich bin.
Ich will mich, bevor ich mich verlier', denn ich gehör' nur mir.
Ich will nicht mit Fragen und Wünschen belastet sein.
Vom Saum bis zum Kragen von Blicken betastet sein.
Ich flieh' wenn ich fremde Augen spür', denn ich gehör nur mir.
Und willst Du mich finden, dann halt' mich nicht fest.
Ich geb' meine Freiheit nicht her.
Und willst Du mich binden, verlaß' ich Dein Nest,
und tauch wie ein Vogel ins Meer.
Ich warte auf Freunde und suche Geborgenheit.
Ich teile die Freude, ich teile die Traurigkeit.
Doch verlang' nicht mein Leben, das kann ich Dir nicht geben,
denn ich gehör' nur mir, nur mir.
Aus dem Musical Elisabeth
30.08.2008
Auf der Flucht
Gerade merke ich, wie sehr es doch heute (wieder) passt...

Of de Flocht
Of de Flocht erendwo döre
Aber of de Flocht vo was?
Vellecht of de Flocht vorem Beständige?
us Angscht sech of öbis izlo
us Angscht dass mer öbis z gärn chönt becho
oder us Angscht verletzt z wärde...
Eifach wäg vo do
Emmer wiiter
Emmer öbis neus
Alles e chli, aber nüt genau
Wäg vom alte
Wäg, vellecht au vo de Fähler?
Vellecht au wäg vom Alltag?
Vellecht aber au ned Flocht?
Of de Suechi nochem Neue, Onbekannte
Of de Suechi nochem Glöck
Of de Suechi noch de Sehnsocht….
Oder of de Suechi nochem Rechtige:
Em Rechtige Wäg
De Rechtige Omgäbig
De Rechtige Lüüt...?
Aber ergendwie gliich weder of de Flocht.
Of de Flocht vo mer sälber?
Oder äbe grad of de Suechi noch mer,
Vellecht esches beides?
Vellecht esch jo d Flocht de ewig Wäg,
trebe vo de Suechi nochem Rechtige,
Nochem Läbestraum, noch de Erföllig,
Ermuetigt vo de Hoffnig...
Of de Flocht
Of de Flocht ergendwo döre
Aber of de Flocht vo was?
© Cameleon
29.08.2008
S Läbe esch schön
S'läbe isch schön
Chum wieder use zu de lüüt u la di wieder la gseh – he
S'läbe isch schön
Chum wieder use zu de lüüt u la di wieder la gseh
Mach d'ouge n uf
Ja, das Leben ist schön Es gibt so viele Überraschungen, schöne Momente, zum geniessen.
Sie sind da, im Alltag.
Und doch hetzen so viele einfach nur daran vorbei. Das Aug aufs Ziel gerichtet, immer stur weiter, geradeaus, ohne zu merken, was man alles verpasst. Ein lachendes Kind, welches über die Strasse läuft, eine schöne Blume, die gerade blüht.
Heute war ich auf der Bank, um meine Konten aufzulösen. Der Berater (oder wie sagt man dem? Auf jeden Fall der Mensch am Schalter ;)) hat mich auch gefragt, wieso ich die Bank wechsle. Dadurch kamen wir ins Gespräch, dass ich wegziehe, um Pädagogik zu studieren, also um eine Ausbildung als Lehrerin zu machen. Wir haben uns gut und nett unterhalten, über den Kantönligeist, den verschiedenen Schriftarten der Kantone. Hmm… ja, ich freue mich, vor allem darauf, endlich die Ausbildung abgeschlossen zu haben!
Aber, um aufs Thema zurückzukommen:
S’Läbe esch schön!
Heute ging ich einen Teil meines alten Schulwegs. Da kamen viele Erinnerungen, wie das früher war, Erinnerungen vom Blumenpflücken für Lehrerin, von der Stange, in die ich ein paar Mal hineingelaufen bin, weil ich mit den Gedanken ganz woanders war.
Es gibt so viele Wunder, das Wunder steckt im Alltäglichen. Es sind kleine Dinge, auf den 1. Blick unbedeutend, eine kleine weisse Feder, ein runder Stein, eine schöne Kette, eine Hand auf der Schulter, ein Blick, ein Lächeln…
Wunder sind überall! Man darf sie nur nicht verpassen!
© Cameleon








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