08.09.2008

Von Augen und dem Herz



On ne voit bien qu'avec le coeur. L'essentiel est invisible pour les yeux


Doch, was ist wichtig im Leben? Was ist das Wichtige/Grundlegende? Was ist das Richtige? Gibt es das überhaupt, DAS Richtige. Ist es nicht viel mehr so, dass jeder Mensch selbst definieren muss, was wichtig ist, was für ihn das Grundlegende ist?

Sich auf die Suche machen. In sich genau hineinhorchen. Die Welt betrachten, seine Umwelt, es ist ein Zusammenspiel aus seiner eigenen, inneren Welt und der Welt da draussen. Um mit dem Herzen zu sehen, muss man mit sich selbst im Reinen sein. Denn nur so kann man wirklich und gut auf die anderen schauen, die anderen wirklich in ihrem Sein wahrnehmen. Aber wie lernt man, mit sich selbst im Reinen zu sein? Dafür muss man schauen, wie es die anderen machen. Schauen, wie sie leben, wie sie damit umgehen, das wichtige/richtige, das "persönlich" richtige und wichtige hinauspicken und auf sich anwenden. Ja, so gesehen, braucht es beides. Sich und die anderen. Ein Wechselspiel. So wie vieles.

Es ist eine Reise. Vielleicht eine Reise auf einem Seil? Nein, das denke ich nicht. Es ist eine Gradwanderung, irgendwie. Und doch kann man immer selbst bestimmen, selbst heraussuchen, wo man gerade sein möchte, was man gerade machen möchte. Ob man gerade eher dazu bereit ist, auf sich zu schauen oder ob jetzt die Welt dran ist. Manchmal braucht es auch Pausen. Manchmal vielleicht beides.
Es ist jeder Weg richtig. Aber nicht für jeden. Jeder sollte seinen Weg gehen, denn er schaut mit seinen Augen, hört mit seinen Ohren, nimmt mit seinen Sinnen wahr. Entwickelt sich, lernt, geht ständig vorwärts, bildet seine Welt, sein Universum, sein Verstehen immer wieder neu.

Ja, was ist nun wichtig? Mit was sieht man nun am besten? Sicher nicht, indem wir die Welt einfach nur sehen, sondern indem wir sie verstehen versuchen.

© Cameleon

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