
Alle Gedanken die aufeinanderkommen
Schon längst vom Weg abgekommen
Der Kopf, so leer, weggefegt, leergeräumt
Das schöne Leben ist ja nur geträumt
Ein Kind, im Bett liegend, gerade aufgewacht
Sie hatte wieder einer der Träume in dieser Nacht
Fragt sich, was normal ist, ist sie normal?
Dass sie kommen, ab und zu, manchmal
Das Kind, längst kein Kleinkind mehr
Gedanken wandern hin und wandern her
Lenkt sich ab, Zahlen in ihrem Kopf
Kreisen umher, wie in einem Topf
Manchmal hat sie genug, will resignieren
Hat keine Lust mehr, will nichts mehr probieren
Sie hat das Gefühl, alles will sie überfahren
Hoffte, es wird einfacher, mit den Jahren
Die Jahre vergehen, die Träume verschwinden
Sie weiss nicht wohin, kann sich nicht überwinden
Denn besser wird es nicht, der Selbsthass ist gross
Er ist in ihr, der Hass, riesig und fett, wie ein Kloss
Sie will nicht mehr sein, weiss nicht mehr wohin
Und fragt sich mehr und mehr nach dem Sinn?
Fühlt sich wertlos, überflüssig und dumm
Doch reden tut sie nicht, bleibt lieber stumm
Ist das normal, einmal mehr, dieselbe Frage
So ist es nun mal, an manchen dieser Tage
Solche Gedanken hat man ganz sicher nicht
So muss es sein, und darum macht sie dicht
Fragt sich, wie es ist, ein Messer im Herz zu spüren
Oder wie es ist, sich heut die Kehle zuzuschnüren
Träumt davon, einfach nicht mehr aufzuwachen
Und noch von tausend ähnlichen Sachen
Doch kann sie die Welt nicht verstehen
Kein Grund, sich (so) schlecht zu fühlen
Sie hat doch ein schönes Leben
Und doch der Wunsch in ihr zu sterben
So lebt sie in dieser Welt, wo sie hineingeboren
Manchmal fühlt sie sich darin immer mehr verloren
Auf dieser Welt, die sich ohne sie weiterdreht
Merkt sie nicht was ist, woher der Wind weht
Und so kommt es, dass sie immer weiter macht
Es gibt auch Tage, an denen sie von Herzen lacht
An denen sie die Sonne auf ihrer Haut deutlich spürt
Dann weiss sie, woher die Lebenskraft noch rührt
© Cameleon

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