Es lebte einam leine Prinzessin. Sie war die schönste im ganzen Land und wurde von ihrem Volk geliebt, da sie freundlich und immer hilfsbereit war. Ja, sie war überhaupt nicht hochnässig. Sie half, wo es nötig war.
Doch im Königreich wohnte auch eine böse Hexe. Die Hexe mochte die Königstochter überhaupt nicht. Denn ohne sie würde die Hexe bald Königin werden und über das ganze Land regieren. Also entführte sie sie in einen Wald in eine Höhle und sperrte sie dort ein. Viele Königsöhne versuchten daraufhin die Königstochter zu befreien, bis eines Tages ein hübscher junger Prinz von der entführten Prinzessin erfuhr und sich dazu entschlossen hat, sie zu befreien. So erfuhr er, dass er gegen einen grossen Drachen kämpfen musste. Er machte sich auf den Weg, mit seinem Pferd, und nahm nur ein bisschen Wasser und seinen Spiegel mit. Das war kein gewöhnlicher Spiegel, er ermöglichte dem Prinzen, seine Liebsten zu sehen, wenn er sich nach ihnen sehnte, indem er in den Spiegel schaute und an sie dachte. Nur diejenigen, die die Menschen wirklich liebten, an die sie dachten, konnten sie dann auch wirklich sehen.
So zog der Prinz los und kam auch schon bald an die Höhle, die der Drache bewachte. So stieg er vom Pferd ab und machte sich auf den Weg.
Als er den Drachen sah, zückte er sein Schwert und versuchte an ihm vorbeizukommen. Doch der Drache war zu stark. Der Prinz kam nicht gegen ihn an. Als er merkte, dass er keine Chance mehr hatte, nahm er noch einmal seinen Spiegel hervor, um seine Lieben zu sehen. Er merkte nicht, wie sich der Drache von hinten näherte. Erst, als er seinen Atem in seinem Nacken spürte drehte er sich erschrocken um. Doch was er da sah, erstaunte ihn noch mehr. Der Drache schaute entzückt in den Spiegel hinein.
Denn er hat sieht seine liebe Frau darin. Sie wurde eines Tages von einem bösen Hexenmeister gefangen und eingesperrt. Seitdem denkt er Tag und Nacht an sie. Jetzt hat er sie scheinbar wiedergefunden.
Als der Prinz dies bemerkte, versprach er dem Drachen, mit ihm seine Frau zu suchen, wenn er ihn dafür zur Königstochter lässt und sie frei kommt.
So geschah es dann auch.
Wenig später waren alle wieder glücklich vereint. Der Drache hat seine Frau wieder, und der Prinz und die Prinzessin heirateten. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
Tja, das ist ein Märchen, gerade geschrieben von mir. Und, wie man sieht, wie in allen Märchen, der Prinz befreit die Prinzessin und alle sind glücklich bis an ihr Lebensende.
Ich wäre auch gerne eine Prinzessin. Und ich hätte es auch gerne, wenn mich ein Prinz rettet. Wie gerne würde ich darauf hoffen, darauf vertrauen, dass alles gut wird. Ja, alles wird gut. Wie in den Märchen.
Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Nichts, überhaupt nichts wird wieder gut. So ist das Leben, das ist wohl Pech, oder so...
Es wird nichts wieder gut! Und schon gar nicht einfach so!
© Cameleon
25.06.2009
22.06.2009
19.06.2009
Zweiweltenwelt
Es ist, als ob es zwei Welten gäbe:
Leben und Tod
Dazwischen ein Tal,
Zusammengehalten durch ein Seil
Brüchig und rissig versuchen einige hinüberzukommen
Und fallen doch herunter
Oder geben es auf
Zurück in den lebenden Tod
Einige schaffen es
manche allein
andere angefeuert oder geholfen
Durch Leute auf Seiten des Lebens
Leben, eine Maur umgibt ihr Sein
Nur durch das Tor hindurch
Ist zu erahnen
Was einem da erwartet
Vielleicht ist es nur Schein?
Getäuschte Wirklichkeit
Auf der Seite des Lebens
Der Baum aus Pappe?
Tod, eingegrenzt durch Gitter
Eine düstre und karge Welt
Leben da, ein Sch(m)erz?
Undurchrsichtige Ketten?
Ein offenes Geheimnis
Gesehen von jedem
Doch kaum einer nimmt sie wahr
Als sei es nur ein Schein
Doch es bleibt dabei
Es ist, als ob es zwei Welten gäbe
Und dazwischen ein Tal
Zusammengehalten durch das Seil
© Cameleon
Leben und Tod
Dazwischen ein Tal,
Zusammengehalten durch ein Seil
Brüchig und rissig versuchen einige hinüberzukommen
Und fallen doch herunter
Oder geben es auf
Zurück in den lebenden Tod
Einige schaffen es
manche allein
andere angefeuert oder geholfen
Durch Leute auf Seiten des Lebens
Leben, eine Maur umgibt ihr Sein
Nur durch das Tor hindurch
Ist zu erahnen
Was einem da erwartet
Vielleicht ist es nur Schein?
Getäuschte Wirklichkeit
Auf der Seite des Lebens
Der Baum aus Pappe?
Tod, eingegrenzt durch Gitter
Eine düstre und karge Welt
Leben da, ein Sch(m)erz?
Undurchrsichtige Ketten?
Ein offenes Geheimnis
Gesehen von jedem
Doch kaum einer nimmt sie wahr
Als sei es nur ein Schein
Doch es bleibt dabei
Es ist, als ob es zwei Welten gäbe
Und dazwischen ein Tal
Zusammengehalten durch das Seil
© Cameleon
17.06.2009
16.06.2009
06.06.2009
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